IHK Ostwürttemberg

Vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung

Aufgrund des § 45 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz kann ein Auszubildender, nach Anhörung des Ausbildenden (Betrieb) und der Berufsschule, vor Ablauf seiner Ausbildungszeit eine Prüfungsperiode früher (ca. 6 Monate) als ursprünglich vorgesehen zur Abschlussprüfung zugelassen werden, wenn seine Leistungen dies rechtfertigen.
Die Zulassungsvoraussetzungen:
  1. Die Leistungen in der Berufsschule in den Schulfächern, die für die IHK-Abschlussprüfung relevant sind, müssen mindestens mit „Gut” bewertet sein (Note 2,49 und besser).
  2. Der Ausbildungsbetrieb muss bestätigen, dass der Auszubildende gute betriebliche Leistungen erbracht hat und dass die für das Erreichen des Ausbildungsziels erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten lt. Ausbildungsverordnung noch bis zum Zeitpunkt der vorzeitigen Prüfung vermittelt werden.
  3. Auch die sonstigen Voraussetzungen zur Prüfungszulassung nach § 43 Abs. 1 BBiG sind dabei zu berücksichtigen, z.B.
    - Nachweis über die Teilnahme an der IHK-Zwischenprüfung
       oder an der Teil 1 Abschlussprüfung
    - Durchlaufen der vorgeschriebenen betrieblichen Ausbildungszeit (ohne  
       längere Fehlzeiten)
    - Ein ordnungsgemäß geführter Ausbildungsnachweis.
  4. Durch eine vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung darf die verbleibende Mindestausbildungszeit nicht unterschritten werden:

    Regelausbildungszeit      
    nach Verordnung     
    Mindestausbildungszeit
    (einschließlich vorzeitige Zulassung)
    42 Monate24 Monate
    36 Monate18 Monate
    24 Monate12 Monate
Fristen zur Antragstellung:
  • Der Antrag kann erst etwa ein Jahr vor der ursprünglich vorgesehenen Abschlussprüfung an die IHK gestellt werden.
  • Für die Stellungnahme der Berufsschule werde die Noten des aktuellen Schulhalbjahreszeugnisses zu Grunde gelegt.
  • Der vollständige Antrag muss bis zu den im Formular angegebenen
    Einreichungsfristen der jeweiligen Prüfung an die IHK eingegangen sein.

Über den Antrag auf eine vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung entscheidet die IHK als zuständige Stelle. Hält sie die Zulassungsvoraussetzungen nicht für gegeben, so entscheidet der Prüfungsausschuss.
Besteht der Auszubildende seine "vorzeitige Abschlussprüfung", so endet das vertraglich vereinbarte Berufsausbildungsverhältnis bereits vorzeitig mit der Bekanntgabe des Bestehens der Abschlussprüfung (§ 21 BBiG).
Achtung:
Für bestimmte Ausbildungsberufe sind zusätzlich zum Antrag auf eine vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung, weitere prüfungsrelevante Unterlagen einzureichen. Zu finden unter dem jeweiligen Ausbildungsberuf.

 

Hier herunterladen:

Antrag auf eine vorzeitige Zulassung zur IHK-Abschlussprüfung