Verpackungsindustrie bietet zertifizierte Folie an

Saudi-Arabien: Aufschub für Zertifizierungspflicht von Kunststoffprodukten

Wer Waren nach Saudi-Arabien liefert, die mit Plastik umschlossen oder zum Beispiel mit Luftpolsterfolie für den Transport geschützt ist, muss künftig aufpassen. Damit es bei der Einfuhr keine Probleme gibt, müssen die verwendeten Kunststoffprodukte nachweisbar oxo-biologisch abbaubar sein. Hintergrund ist, dass Saudi-Arabien aus ökologischen Gründen eine stufenweise Zertifizierungspflicht für bestimmte Kunststoffprodukte eingeführt hat. Zunächst waren Plastiktüten, Kunststofftischdecken und Einweggeschirr betroffen.
Ab September 2019 sollten auch Kunststoffprodukte von der Regelung erfasst werden, die zum Transport der Hauptware verwendet werden, zum Beispiel Stretchfolie oder Shrinkfolie. Ist diese nicht bei der SASO als oxo-biologisch abbaubar und damit umweltfreundlich registriert und mit deren Logo versehen, droht ein Einfuhrverbot. Die Einführung dieser Regelung war ursprünglich für den 1. Februar 2019 geplant. Grund für die abermalige Verschiebung auf nun 1. April 2020 könnte die Entscheidung der EU von Anfang Juni 2019 sein, die ein Verbot des Einsatzes von oxo-biologisch abbaubarem Plastik veranlasst hat. Die EU ist der Meinung, dass sich diese Art von Plastik nicht angemessen abbauen sowie recyclen lässt und weiterhin zu einer Umweltverschmutzung beiträgt. Ob sich dieses Vorgehen auf die Abschaffung der SASO-Regulierung auswirkt, bleibt abzuwarten.
SASO informiert auf ihrer Website ausführlich über die Registrierungs- und Zertifizierungsvorschriften für Kunststoffprodukte und den betroffenen Warenkreis.