RUDI WEBER BRENNEREI

Zehn Jahre Rudis Brennerei

Rund 25.800 Abfindungsbrennereien gibt es in Deutschland, rund 19.000 davon im Ländle. „Rudis Brennerei“ in Mergelstetten ist eine davon, und wenn man Rudi Weber reden hört, dann versteht man, warum diese Tradition aufrechterhalten wird. Dass dabei ein Fachmann spricht, merkt man in der detaillierten Beschreibung seiner Produktherstellung. Mehr noch: Man darf von einer Leidenschaft sprechen. Dabei geht es ihm um mehr als nur um die Herstellung seiner Brände und Liköre. Es ist der Respekt vor der Natur, vor ihrem Kreislauf, in den er sich mit seiner Brennerei einfügt.
Das beginnt weit vor der Arbeit in seiner „Werkstatt“, die vor kurzem von Grund auf modernisiert wurde. Das beginnt bei den Streuobstwiesen, die Weber selbst pflegt, um Birnen, Quitten und Co. zu verarbeiten. Zehn Jahre lang gibt es seine Brennerei an der Brenz schon, und in dieser Zeit ist es ihm gelungen, die Beliebtheit seiner Spirituosen stetig zu steigern. „Dass das so lange Bestand hat, das verdanke ich in erster Linie meinen Kunden“, sagt er und die Freude darüber, dass seine Herzensangelegenheit auf so viel Zuspruch stößt, ist ihm anzumerken. Gerade für seine Kunden wird er nicht müde, zu tüfteln und auch neues zu probieren: Damit hat er sein Sortiment erweitert wie schon seinerzeit mit dem „Dry Gin“, den er als ersten Ostwürttemberger Dry Gin auf den Markt gebracht hat.
Wie viele Gin-Hersteller hat er hier sein eigenes Rezept für die Kräuter, die nach dem ersten Brand ziehend ihren Geschmack hinterlassen, doch sagt er auch ganz klar: „Gin ist in erster Linie der für unsere Landschaft so typische Wacholder. Webers Produkte sind begehrt, sowohl für den eigenen Genuss als auch als Souvenir von Heidenheim, für das auch die Stadt gern ihr Logo gibt, hat sie doch damit ein besonderes Aushängeschild gefunden.