Attraktives Unternehmen

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Gesunde und zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelten heute als eine der wichtigsten Ressourcen für den wirtschaftlichen Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Je schwerer es für Betriebe aufgrund der demographischen Rahmenbedingungen ist, freie Stellen adäquat zu besetzen, desto mehr zeigt sich die Notwendigkeit, die physische und psychische Leistungsfähigkeit bestehender Mitarbeiter aufrechtzuerhalten und zu fördern. Unternehmen, die ihre Mitarbeiter in den Mittelpunkt ihres betrieblichen Handelns stellen und glaubwürdig in deren Gesundheit, sprich: Arbeitskraft investieren, erhöhen nicht nur ihre Produktivität, sondern stärken ebenso ihre Attraktivität als Arbeitgeber.

1. Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)

Die Betriebliche Gesundheitsförderung konzentriert sich auf die aktive Förderung der psychischen und physischen Gesundheit aller Mitarbeiter eines Unternehmens. Klassische Themen des BGFs sind vor allem Bewegung, Ernährung und Stressprävention. Die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd, die Hochschule Aalen und die IHK Ostwürttemberg haben den Leitfaden Gesundheitsförderung im Unternehmen zusammengestellt. 14 Part-
ner zeigen wie sie Unternehmen beim Thema Gesundheitsförderung unterstützen. Praxisnahe Informationen zum Thema, die Vorstellung von Best Practice Beispielen und Literatur-Tipps runden den Leitfaden ab. Wir bieten außerdem regelmäßig Weiterbildungen zum Thema an. Aktuelle Themen finden Sie hier.  In der Suchmaschine einfach Stichwort "Gesundheit" eingeben.

2. IHK-ERFA Betriebliche Gesundheitsförderung

Zweimal im Jahr trifft sich der IHK-ERFA Betriebliche Gesundheitsförderung. Dieser Arbeitskreis richtet sich an Verantwortliche in Unternehmen, welche das Thema betriebliche Gesundheitsförderung betreuen. Dabei sind auch Einsteigerinnen und Einsteiger ins Thema herzlich willkommen. Aktuell sind 34 Unternehmen aus der Region Mitglied im ERFA-Kreis. Hier werden Best Practice-Beispiele vorgestellt, Erfahrungen zu aktuellen Themen wie z.B. der psychischen Gefährdungsbeurteilung, gesundem Führen, dem Motivieren von Beschäftigten und Führungskräften oder Firmennetzwerken ausgetauscht. Außerdem gibt es immer wieder Impulsvorträge von Fachleuten. Die Teilnahme an dem Netzwerk ist kostenfrei. Nähere Informationen und Anmeldung bei Markus Schmid.

3. Online-Checkliste "Gesundheitsbewusster Betrieb"

Die IHKs in Baden-Württemberg haben in Kooperation mit der Wissenschaftlichen Hochschule Lahr (WHL) einen kostenlosen Online-Checkliste „Gesundheitsbewusster Betrieb“ entwickelt. Mit diesem Tool können Unternehmen anonym und in wenigen Minuten testen, wo sie im Vergleich zu anderen Betrieben beim Thema Gesundheitsförderung stehen. Sie erfahren, wie weit die eigenen Aktivitäten im Vergleich zu anderen Unternehmen fortgeschritten sind (Benchmarking). Außerdem erhalten Sie ausführliche Tipps, wie Sie in Ihrem Unternehmen strukturiert und planvoll an das Thema herangehen können. Ergänzt werden die Infos durch Maßnahmenvorschläge, deren Wirksamkeit wissenschaftlich abgesichert ist.

4. Förderung

Unternehmen können pro Mitarbeiter und pro Jahr 500 Euro lohnsteuerfrei für Maßnahmen der Gesundheitsförderung investieren. Es werden nur Maßnahmen steuerbefreit, die hinsichtlich Qualität, Zweckbindung und Zielgerichtetheit den Anforderungen der §§ 20 und 20a Abs. 1 i. V. mit § 20 Abs. 1 Satz 3 SGB V genügen und den im Leitfaden Prävention genannten Qualitätsanforderungen genügen. Hierzu zählen Maßnahmen zur Bewegungsförderung, gesundheitsgerechten Ernährung, Stressbewältigung und verhaltensbezogene Suchtprävention. Die Mitgliedschaft in einem Sportverein oder Fitnessstudio ist dabei nicht enthalten. Die baden-württembergischen IHks geben hierzu auch ein kurzes Merkblatt heraus, dieses steht Ihnen zum Download bereit.