BWIHK-Studie

Der Einzelhandel im Land

Der Baden-Württembergische IHK-Tag (BWIHK) hat seine Studie „Struktur- und Marktdaten des Einzelhandels 2018/2019" vorgestellt. Ziel ist es, den Einzelhandelsunternehmen wie auch der Kommunalpolitik solide Struktur- und Marktdaten über den Einzelhandel im Land zur Verfügung zu stellen. Insbesondere den zuständigen Behörden aber auch Investoren wird damit mehr Planungssicherheit bei der Ansiedlung bzw. Planung von Einzelhandelsvorhaben gegeben. Dazu weist die Studie für jede Branche des Einzelhandels die jährlichen Verbrauchsausgaben der Kunden, die jeweiligen Marktanteile des Online-Handels und die Flächenleistung – also Umsatz pro Quadratmeter Verkaufsfläche – für die Jahre 2018 und 2019 aus.
 
Die BWIHK-Studie belegt, dass die Konsumenten in Baden-Württemberg 2017 mit 755 Euro im bundesdeutschen Vergleich am meisten Geld im Online-Handel ausgegeben haben. Im Bundesdurchschnitt beträgt dieser Wert 698 Euro. Dies hängt zum einen mit dem in Baden-Württemberg höheren Anteil der besonders onlineaffinen Altersgruppe der 18- bis 25-jährigen zusammen. Zum anderen liegt das an der Größenklassenstruktur der Gemeinden im Land: In mehr als der Hälfte der 1.101 Gemeinden leben weniger als 5.000 Einwohner. „Studien belegen, je kleiner die Stadt bzw. Gemeinde, umso eher wird im Online-Handel eingekauft. In der Folge stellen die IHKs Frequenz- und Umsatzrückgänge vor allem in den Klein- und Mittelstädten des Landes fest. Mit den Struktur- und Marktdaten bietet die Studie einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Transparenz in Diskussionen um den Strukturwandel im Einzelhandel.
 
Fachlich betreut wurde die Untersuchung von der BBE Handelsberatung, München, und dem Institut für Handelsforschung (IfH), Köln. Beide Institute verfügen über umfassendes Datenmaterial und große Expertise im Handel. Die Fa. BBE hat zudem bereits mehrere vergleichbare Untersuchungen in Deutschland durchgeführt.