IHK und Handwerkskammer zeichnen Aalen, Ellwangen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd aus.

Vier Städte - vier attraktive Wirtschaftsstandorte

Unternehmen spielen für die wirtschaftliche Entwicklung einer Kommune eine bedeutende Rolle. Sie stehen für lebendige Innenstädte und versorgen Menschen mit Waren und Dienstleistungen. Handwerksbetriebe sind für die Bevölkerung, andere Unternehmen und auch die öffentliche Hand selbst unverzichtbar. Industrieunternehmen sind wichtige Arbeit- und Auftraggeber in der Region und tragen häufig mit ihren Produkten auch das Image eines Standorts nach außen. Alle Unternehmen schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze und fördern die Entwicklung der Kommunen durch Steuerbeträge. Außerdem engagieren sie sich darüber hinaus ehrenamtlich im Sinne gesellschaftlicher Verantwortung in Sport, Kultur und Bildung oder weiteren Themenfeldern. Michaele Eberle, Hauptgeschäftsführerin der IHK Ostwürttemberg: „Es ist wichtig, dass die Schnittstelle von Kommunen und Wirtschaft gut funktioniert. Daher wollen wir mit dem Wettbewerb „Attraktiver Wirtschaftsstandort“ Impulse für die weitere Entwicklung der Zusammenarbeit geben.“ Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm ergänzt: „Handwerk ist lokal. Die ausgezeichneten Kommunen haben ein besonderes Angebot und Serviceniveau bewiesen. Sie bemühen sich um unsere Betriebe, hören ihnen zu und wollen ihnen ihr Wirtschaften am Ort leichter machen. Das ist besonders und wollen wir deshalb mit der Auszeichnung Attraktiver Wirtschaftsstandort würdigen.“
Im Frühjahr 2018 gaben die beiden Kammern den Startschuss für den Wettbewerb. In der ersten Stufe haben sich die Städte Aalen, Ellwangen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd erfolgreich für die Auszeichnung beworben. Durchgeführt wurde die Zertifizierung durch einen externen Dienstleister, die imakomm AKADEMIE aus Aalen. Neben den 46 Fragen bzw. Kriterien umfassenden Prüfbogen wurden die Kommunen hinsichtlich ihrer Internet-Angebote bewertet und auch eine anonymisierte Mystery-Aktion zur Überprüfung der Servicequalität durchgeführt. Maximal konnten 66 reguläre Punkte erreicht werden. Herausragende Leistungen wurden zusätzlich mit Sonderpunkten belohnt. Für eine erfolgreiche Auszeichnung mussten 70 Prozent der möglichen Gesamtpunktzahl erreicht werden.
Bewertet wurden die Themenfelder „Konzepte und Strategien der Wirtschaftsförderung“, „wirtschaftsfreundliche Verwaltungsprozesse“, „Information und Kommunikation in Bezug auf Unternehmen“, „harte und weiche Standortfaktoren“, sowie das Thema  „Internationalität“. Alle vier ausgezeichneten Städte punkten mit attraktiven Angeboten und Prozessen für Unternehmen. Michaela Eberle und Dr. Tobias Mehlich sind sich einig: „Die gute Zusammenarbeit von Wirtschaft und Kommunen in der Region wurde eindrucksvoll von den vier Städten im Rahmen der Auszeichnung belegt.“
Die vier ausgezeichneten Städte lobten, dass das Audit ihnen neue Impulse für die Weiterentwicklung der Wirtschaftsstandorte gebracht hat. Dabei betonten alle, wie wichtig ein gemeinsames Auftreten der Kommunen in der Region ist. Wolfgang Weiß, Wirtschaftsförderer der Stadt Aalen, sieht die Stadt mit ihrem Ansatz einer integrierten Stadtentwicklung auf dem richtigen Weg. Stolz ist man in Aalen auch für die Vorreiterrolle im Bereich Smart City und auf die zahlreichen Initiativen der Kultur- und Kreativwirtschaft, für welche Aalen im Rahmen des Audits Sonderpunkte erhalten hat. Verena Kiedaisch, Wirtschaftsbeauftragte und Citymanagerin der Stadt Ellwangen betonte, dass Ellwangen als kleinste der ausgezeichneten Kommunen stolz auf die vorausschauende Gewerbflächenpolitik ist. Sonderpunkte gab es zudem für die sehr individuelle und intensive Betreuung der Unternehmen am Standort und das Stadtbus-Konzept, was Gewerbegebiete mit der Kernstadt und den Teilgemeinden in Absprache mit der Wirtschaft vernetzt. Mit der Landesgartenschau 2026 will Ellwangen punkten und damit den Bekanntsgrad der Gesamtregion noch weiter steigern. Julius Mihm, Bürgermeister der Stadt Schwäbisch Gmünd freute sich über das Lob für das Stadtentwicklungskonzept Schwäbisch Gmünd 2020 und betonte die Bedeutung der guten Zusammenarbeit mit der IHK und der Handwerkskammer und auch innerhalb der kommunalen Familie. Ostwürttemberg ist für ihn eine starker Teil der europäischen Metropolregion Stuttgart. Georg Würffel, Wirtschaftsförderer der Stadt Heidenheim schließlich, blickte auf die erfolgreiche Premiere der Make Ostwürttemberg zurück. 75 Aussteller und 8.000 Besucher wurden erreicht und die Region hat sich damit in der Maker-Szene bekannt gemacht. Darauf lässt sich aufbauen und Heidenheim treibt, dafür wurden auch Sonderpunkte vergeben, zahlreiche Initiativen der Wirtschaftsförderung voran, die intelligent miteinander verzahnt werden.
Die ausgezeichneten Kommunen dürfen die nächsten drei Jahre mit der Auszeichnung „Attraktiver Wirtschaftsstandort“ werben. Die IHK Ostwürttemberg und die Handwerkskammer Ulm machen auch anderen Kommunen der Region Mut, sich um die Auszeichnung zu bewerben. Über die Netzwerke der Kammerorganisation wird bundesweit für das Projekt geworben. Zudem ist es geplant einen kommunalen Erfahrungsaustausch anzubieten, um sich über Best-Practice-Beispiele auszutauschen und voneinander zu lernen. Dr. Tobias Mehlich und Michaela Eberle: „Wir hoffen, dass viele andere Regionen das Projekt spannend finden und es auch umsetzen.“