IHK Ostwürttemberg

Geprüfte Bilanz 2012 liegt vor

IHK Finanzen

Die Bilanz wurde von der Rechnungsprüfungsstelle für die Industrie- und Handelskammern im Juli 2013 geprüft. Die geprüfte Bilanz für das Wirtschaftsjahr 2012 lag im November 2013 der Vollversammlung vor. Die Vollversammlung der IHK Ostwürttemberg hat den Jahresabschluss gebilligt. Präsident und Hauptgeschäftsführer wurden für das Wirtschaftsjahr 2012 einstimmig entlastet.
Das Geschäftsjahr 2012 hat die IHK Ostwürttemberg mit einem Über-schuss in Höhe von 1,29 Millionen Euro abgeschlossen, der als Vortrag auf das Folgejahr übertragen wurde. Bei den Betriebserträgen konnte der Ansatz im Wirtschaftsplan 2012 übertroffen werden; zum einen waren Abrechnungen für Vorjahre höher als angenommen, zum anderen hatte die Wirtschaftskrise nicht die befürchteten Auswirkungen auf die Beitragserträge. Dies, aber auch höhere Erträge bei Gebühren und Entgelten im Weiterbildungsbereich führte zu dem höheren Einsatz bei den Betriebserträgen gegenüber dem Vorjahr. Daneben wirkten sich aber auch Einsparungen auf vielen Aufwandspositionen aus. Dies führte im Endeffekt dazu, dass ein Vortrag vorgelegt werden konnte, der im Rahmen des Neubaus des IHK-Bildungszentrums in Aalen zur Verwendung kommen soll.

Erläuterungen zur Bilanz 2012 der IHK Ostwürttemberg:
Die Erstellung des Jahresabschlusses ist gemäß §§ 238 bis 256 HGB, den Bestimmungen des Finanzstatuts der IHK Ostwürttemberg in Verbindung mit den Sondervorschriften zur Erstellung der Eröffnungsbilanz und der Grundsätze des öffentlichen Haushaltsrechts erfolgt.

Immaterielle Vermögensgegenstände
Das immaterielle Anlagevermögen besteht aus verschiedenen Softwarelizenzen, bewertet zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung linearer Abschreibungen.

Sachanlagen
Die Gebäude der IHK wurden im Rahmen der Erstellung der Eröffnungsbilanz zum 1.Januar 2003 von Sachverständigen begutachtet. Die Gebäude werden linear pro rate temporis über die Restnutzungsdauer abgeschrieben.

Finanzanlagen
Die festverzinslichen Wertpapiere werden zum Nominalwert bewertet. Für alle Finanzanlagen gilt höchste Sicherheit. Die Vorgaben orientieren sich an den Regelungen für den öffentlich-rechtlichen Bereich.
Forderungen
Grundsätzlich wird in der Beitragsbuchhaltung der tatsächliche Forderungsausgleich direkt abgeschrieben. In der Bilanz wird eine zusätzliche Wertberichtigung vorgenommen. Die Prüfstelle hat festgestellt, dass die Beitragsforderungen im Verhältnis sehr niedrig sind. Der Bestand an Forderungen aus Lieferung und Leistungen setzt sich zusammen aus Gebühren für den Bereich hoheitlicher Aufgaben und Entgelten aus Leistungen im Servicebereich.

Nettoposition
Die Nettoposition blieb unverändert und beträgt rund 16,3 Prozent des Eigenkapitals und ist dem Stamm- oder Grundkapital in Unternehmen vergleichbar.

Pflichtrücklage
Die Ausgleichsrücklage ist gemäß § 15 Finanzstatut mit 33,9 Prozent der für 2012 im Erfolgsplan veranschlagten Betriebsaufwendungen dotiert. Sie dient dazu, konjunkturell bedingte Schwankungen im Beitragsaufkommen auszugleichen.

Freiwillige Baurücklagen
Diese Bilanzposition enthält die zweckgebundenen Rücklagen, die von der Vollversammlung beschlossen worden sind.

Ergebnis
Die Gewinn- und Verlustrechnung weist 2012 einen Überschuss aus, der auf das Folgejahr übertragen wird und zur Finanzierung des neuen IHK-Bildungszentrums in Aalen vorgesehen ist.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Gemäß den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ist für Pensionsrückstellungen der notwendige Erfüllungsbetrag anzusetzen. Damit müssen zukünftige Wirtschafts- und Rentensteigerungen in die Bewertung mit einbezogen werden. Es ist deshalb auch vorgesehen, die dadurch erforderliche Erhöhung der Pensionsrückstellungen auf bis zu 15 Jahre zu verteilen.

Sonstige Rückstellungen
Die üblichen Rückstellungen für Personalaufwendungen wurden entsprechend dem versicherungsmathematischen Gutachten in Ansatz gebracht.
JAHRESABSCHLUSS 2012 - VERMÖGENSSTRUKTUR
AKTIVA31.12.2012
IN TEURO
31.12.2011
IN TEURO
+/-
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände1041391
Sachanlagen6.9557.192-237
Finanzanlagen13.61912.2701.349
20.67819.4751.203
Umlaufvermögen
Vorräte34304
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
69665343
Flüssige Mittel2.2581.730528
2.9882.413575
Rechnungsabgrenzungsposten000
Gesamtvermögen23.66621.8881.778
JAHRESABSCHLUSS 2012 - KAPITALSTRUKTUR
PASSIVA31.12.2012
IN TEURO
31.12.2011
IN TEURO
+/-
Basisreinvermögen
Nettoposition1.6391.6390
Pflichtrücklage2.7782.7780
Andere Rücklagen4.3464.546-200
Ergebnis1.29501.295
10.0588.9631.095
Sonderposten
Sonderposten für Investitionszuschüsse31107-76
31107-76
Rückstellungen
Pensionsrückstellungen11.39210.548844
Sonstige Rückstellungen1.4261.577-151
12.81812.125693
Verbindlichkeiten19212567
Rechnungsabgrenzungsposten567568-1
Gesamtkapital23.66621.8881.778
JAHRESABSCHLUSS 2012 - ERGEBNISSTRUKTUR
ERGEBNISSTRUKTUR31.12.2012
IN TEURO
31.12.2011
IN TEURO
+/-
Erträge aus Beiträgen, Gebühren und
Entgelten
8.6148.057557
Sonstige betriebliche Erträge1.2261.267-41
Betriebserträge9.8409.324516
Sachaufwand1.3771.491-114
Personalaufwand4.7504.425325
Abschreibungen3173134
Sonstige betriebliche Aufwendungen1.7531.450303
Betriebsaufwand8.1977.679518
Betriebsergebnis1.6431.645-2
Finanzergebnis-358-237-121
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäfts-
tätigkeit
1.2851.408-123
Außerordentliche Aufwendungen181373-192
Steuern990
Jahresergebnis1.0951.02669
Veränderung der Rücklagen200-1.0261.226
Ergebnis1.29501.295
IHK_BW1
Seit 2003 hat die IHK Ostwürttemberg die Federführung der zwölf baden-württembergischen IHKs im Geschäftsbereich Zentrale Dienste übernom-men. Als direkter Ansprechpartner werden damit die Bereiche Finanzen, Personal, Verwaltungsaufgaben und IHK-Recht koordiniert.

Testat der Rechnungsprüfungsstelle

Die Rechnungsprüfungsstelle für die Industrie- und Handelskammern in Bielefeld hat den Jahresabschluss 2012 der IHK Ostwürttemberg geprüft und den Bestätigungsvermerk erteilt.

Die Prüfung erfolgte unter Beachtung der für die IHK Ostwürttemberg geltenden Rechtsvorschriften und der Prüfungsrichtlinien des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg.

Zitat: „Wir haben den Jahresabschluss nebst Anhang unter Einbeziehung der Buchführung, den Lagebericht sowie die Ordnungsmäßigkeit der Wirtschaftsführung einschließlich der Beachtung der Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit der IHK für das Geschäftsjahr 2012 geprüft. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss nebst Anhang den Regelungen des Finanzstatuts und den übrigen für die IHK geltenden wesentlichen Vorschriften. Der Wirtschaftsplan ist ordnungsgemäß aufgestellt und vollzogen worden. Die IHK hat die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit bei der Aufstellung des Wirtschaftsplans beachtet und die ihr im Rahmen der Plan- Erfolgsrechnung bzw. des Finanzplans zur Verfügung stehenden Mitteln nach diesen Grundsätzen verwendet.“ Der Prüfbericht vom 19. Juli 2013 ist gezeichnet von Peter Spengler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Rechnungsprüfungsstelle, und Stefan Trau, Prüfer.