IHK Ostwürttemberg

Wirtschaftssatzung 2012

IHK-Zugehörige, die nicht im Handels- oder Genossenschaftsregister eingetragen sind, und deren
Gewerbeertrag, hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb unter 5.200 € liegt, sind von der Bezahlung des IHK-Beitrags befreit. Sofern die Gewerbeanmeldung nach dem 31.12.2003 erfolgt ist, sind sie vom Beitrag für das Jahr der Betriebseröffnung und für das darauffolgende Jahr vom Grundbeitrag und von der Umlage befreit, sowie für das dritte und vierte Jahr von der Umlage befreit, wenn ihr Gewerbeertrag, hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb 25.000 € nicht übersteigt und in den letzten 5 Jahren vor ihrer Betriebseröffnung keine gewerblichen Einkünfte erzielt wurden.
1.   Als Grundbeiträge sind zu erheben von
a) IHK-Zugehörigen, die nicht im Handelsregister eingetragen sind und deren Gewerbebetrieb nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb nicht erfordert
bis € 100.000 Gewerbeertrag/Gewinn aus Gewerbebetrieb€ 60
über € 100.000 Gewerbeertrag/Gewinn aus Gewerbebetrieb€ 85
b) IHK-zugehörigen Einzelfirmen und Personengesellschaften, die im Handelsregister eingetragen sind oder deren Gewerbebetrieb nach Art und Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert, mit einem Verlust oder Gewerbeertrag, hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb
bis € 25.000 Gewerbeertrag/Gewinn aus Gewerbebetrieb                                        € 200
bis € 50.000 Gewerbeertrag/Gewinn aus Gewerbebetrieb                                                € 225
bis € 100.000 Gewerbeertrag/Gewinn aus Gewerbebetrieb                                        € 250
über € 100.000 Gewerbeertrag/Gewinn aus Gewerbebetrieb                                         € 480
c) IHK-zugehörigen Unternehmergesellschaften (haftungsbeschränkt)
bis € 25.000 Gewerbeertrag/Gewinn aus Gewerbebetrieb                                                € 100
d) IHK-zugehörigen Kapitalgesellschaften und Genossenschaften, die im Handels- bzw. Genos­senschaftsregister und Personenvereinigungen, die in einem anderen Register eingetragen sind, oder deren Gewerbebetrieb nach Art und Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert, mit einem Verlust oder Ge­werbeertrag, hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb
bis € 50.000 Gewerbeertrag/Gewinn aus Gewerbebetrieb                                          € 225
bis € 100.000 Gewerbeertrag/Gewinn aus Gewerbebetrieb                                          € 250
über € 100.000 Gewerbeertrag/Gewinn aus Gewerbebetrieb                                          € 480
e) IHK-Zugehörigen, die mindestens zwei von folgenden drei Kriterien erfüllen
- mehr als € 8.000.000 Bilanzsumme
- mehr als € 16.000.000 Umsatz
- mehr als 250 Beschäftigte
                                                                               € 940
f) IHK-Zugehörigen mit über 500 Beschäftigten                                                            € 1.520
g) IHK-Zugehörigen mit über 1.000 Beschäftigten                                                         € 5.120
In Fällen, in denen für das Bemessungsjahr ein Gewerbesteuermessbetrag festgesetzt wird, ist für die Grundbeitragsstaffelung der Gewerbeertrag nach dem Gewerbesteuergesetz, an­dernfalls der nach dem Einkommenssteuer- oder Körperschaftssteuergesetz ermittelte Gewinn aus Gewerbebetrieb maßgeblich.
2. Für Kapitalgesellschaften, die nach Ziffer 1 d zum Grundbeitrag veranlagt werden, und deren Tätigkeit sich ausschließlich in der Komplementärfunktion einer ebenfalls der IHK angehörenden Personengesellschaft erschöpft, wird auf Antrag der Grundbeitrag um 25 % ermäßigt.
3. Es wird eine Umlage erhoben in Höhe von 0,19 % des Gewerbeertrages/Gewinnes aus Gewerbebetrieb. Bei natürlichen Personen und Personengesellschaften ist die Bemessungsgrundlage einmal um einen Freibetrag von € 15.340 für das Unternehmen zu kürzen.
4. Bemessungsjahr für Grundbeitrag und Umlage ist das Jahr 2012.
5. Sofern der Gewerbeertrag oder der Zerlegungsanteil für das Bemessungsjahr noch nicht vorliegt, kann der IHK-Zugehörige aufgrund des letzten vorliegenden Gewerbeertrages oder - soweit ein solcher nicht vorliegt - aufgrund einer Schätzung in entsprechender Anwendung des § 162 AO vorläufig veranlagt werden.
 
Heidenheim, den 29. November 2011