Prognos Studie „Deutschlands Innovationsführer“

30 Innovationsführer aus Ostwürttemberg

Zur Bewertung der Innovationskraft zog die Prognos AG die Patente heran. Diese eignen sich zur Bewertung der Innovationsfähigkeit, da sie von einem Patentamt geprüft, präzise beschrieben sind und nicht geheim gehalten werden. In der Studie wurde gemessen, wie innovativ eine Erfindung durch ihre Neuigkeit ist.
Das bedeutet: Je weniger sie vorherige Patente zitieren muss, desto innovativer ist sie. Außerdem wurde geprüft, wie oft ein Patent von anderen Patenten zitiert wurde.
Das heißt: Je höher die Zahl, desto stärker der Einfluss auf andere. Dafür wurden Millionen von Patentanmeldungen in rund 500 Technologiefeldern für einen Zeitraum von zehn Jahren ausgewertet. Von den 3.500 ausgezeichneten Unternehmen und Forschungseinrichtungen kommen 30 aus Ostwürttemberg. Die Spanne dieser besonders innovativen Unternehmen reicht von Alfing Kessler Sondermaschinen, Bosch Automotive Steering, Leitz und Mapal, Paul Hartmann AG und Voith bis zu Zeiss. Zur Übersicht...
Laut Studie ist der Mittelstand im Bereich der Innovationskraft tendenziell noch unterrepräsentiert. Für kleine und mittlere Unternehmen sei es deshalb wichtig, Kollaborationen mit Wirtschaft und Forschung einzugehen. Dadurch könnten Ressourcen gebündelt und Investitionen besser gestemmt werden.
„Für Ostwürttemberg ist dieses Ergebnis sehr erfreulich. Viele unserer Unternehmen sind im Bereich der Innovationsfähigkeit längst gut gerüstet. Nicht umsonst belegt Ostwürttemberg mit einer Patentdichte von 3,54 je 1.000 Einwohner seit Jahren absolute Spitzenplätze“,
erläutert Katrin Mager, Referentin für standortpolitische Themen bei der IHK Ostwürttemberg. Aber auch in der Region sei der Mittelstand tendenziell noch unterrepräsentiert. Mager weiter:
„Das bedeutet für uns, dass wir vor allem unsere mittelständischen Unternehmen durch die Beratung zum Wissens- und Technologietransfer und bei ihren Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sowie Wirtschaft und Wirtschaft noch stärker unterstützen werden. Aber auch durch die Beratung zu Fördermitteln, das digiZ Ostwürttemberg und das Innovationsforum Ostwürttemberg stehen wir jederzeit beratend zur Seite.“
So könne auch der Mittelstand in Ostwürttemberg zu einem noch größeren Innovationshebel werden.
Die Patentanmeldungen in Europa sind im Jahr 2018 auf über 174.000 gestiegen. Das ist ein neuer Rekord. Die starke Zunahme deutscher Anmeldungen hat einen großen Teil dazu beigetragen.
„Somit tragen auch die Unternehmen in Ostwürttemberg zu diesem Erfolg bei. Gerade Faktoren wie die Globalisierung und die Digitalisierung fordern von Unternehmen zunehmend innovativ zu sein – und in einer exportstarken Region wie Ostwürttemberg machen die Unternehmen dies genau richtig.“,
so IHK-Hauptgeschäftsführerin Michaela Eberle. Denn nur so können sie langfristig wettbewerbs- und marktfähig bleiben.
Weitere Informationen bei der IHK Ostwürttemberg, Katrin Mager, mager@ostwuerttemberg.ihk.de, Tel. 07321 324-258.