Baden-Württemberg ist spitze in der EU

Innovationsindex 2018: Ostwürttemberg auf Rang 5 verbessert

Alle zwei Jahre berechnet das Statistische Landesamt den Innovationsindex Baden-Württemberg. Dieser dient als Grundlage für einen Vergleich der Innovationsfähigkeit der Kreise und Regionen in Baden-Württemberg. Demnach belegt Ostwürttemberg als kleinste Region im Land einen soliden 5. Platz bei den zwölf Regionen und bekommt eine gute Innovationsfähigkeit bescheinigt. An der Spitze liegen erwartungsgemäß die Metropolregionen Stuttgart und Rhein-Neckar, gefolgt von den Regionen Donau-Iller und Mittlerer Oberrhein. IHK-Hauptgeschäftsführerin Michaela Eberle zeigt sich sehr erfreut über das jüngste Ergebnis für Ostwürttemberg beim Innovationsindex:
„Innovationen, neue und verbesserte Produkte, Dienstleistungen oder Produktionsprozesse sind auch weiterhin der Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit der Region. Dass sich Ostwürttemberg nun wieder auf Platz fünf behaupten kann, zeigt die Zukunftsstärke unserer Wirtschaft.“
Neben dem aktuellen Innovationsniveau wurde auch die Entwicklung der Innovationsfähigkeit für alle Kreise berechnet. In 16 Kreisen konnte ein positiver Trend bezüglich der Entwicklung der Innovationsfähigkeit ermittelt werden. Hierzu zählt auch der Ostalbkreis, der sich von Rang 24 auf 17 verbesserte, ebenso wie der Landkreis Heidenheim, der von Platz 17 auf 14 kletterte.
Das Statistische Landesamt betrachtete aber nicht nur die landesinterne Entwicklung, sondern stellte Baden-Württemberg beim Innovationsindex auch in den innerdeutschen und europäischen Länder- und Regionenvergleich. Demnach ist Baden-Württemberg mit einem Innovationsindex von 82 in Deutschland absoluter Spitzenreiter. Rang 2 belegt Bayern mit einem Innovationsindex von 65. Danach folgen Berlin (62) und Hessen (57). Auch im europäischen Vergleich liegt Baden-Württemberg erneut an der Spitze, wobei sich der Innovationsindex 2008 (Rang 1) mit 75 auf aktuell 82 verbesserte. Ausschlaggebend für die Spitzenposition Baden-Württembergs sind für das Statistische Landesamt beträchtliche Investitionen in Forschung und Entwicklung, die hohe Bedeutung forschungsintensiver Industriezweige und der große Erfindungsreichtum. So auch in Ostwürttemberg. Dort zeigt das jüngste IHK-Patentbarometer, dass die Region bei der sogenannten Patentintensität nach wie vor deutlich über dem Landes- und Bundesdurchschnitt liegt. Michaela Eberle: „Auch die Investitionen der Wirtschaft in Forschung und Entwicklung haben deutlich zugenommen. Wir hoffen, dass sich dies auch weiterhin bei den Patentanmeldungen positiv niederschlagen wird.“ Zwischen 2013 und 2015 seien die FuE-Investitionen von 440 auf 602 Mio. Euro gestiegen. Innerhalb von zehn Jahren hätten sie sich sogar verdoppelt.
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