Fachkräftemangel bedroht Wirtschaftswachstum

2030 dürften doppelt so viele Fachkräfte wie heute fehlen

Auch aus der jüngsten IHK-Konjunkturumfrage vom Frühjahr 2019 geht hervor, dass die Unternehmen in Ostwürttemberg den Fachkräftemangel längst als Geschäftsrisiko Nummer Eins sehen. Langfristig betrachtet kommt laut IHK-Fachkräftemonitor dem demografischen Wandel jedoch die größere Bedeutung zu: Liegt das Angebotspotenzial in Ostwürttemberg 2019 bei 158.000 Fachkräften, so fällt es unter anderem auch demografisch bedingt bis zum Jahr 2030 um ca. 19 Prozent auf 128.000. Da die Fachkräftenachfrage konstant über dem Angebot verläuft, ist über den gesamten Zeitverlauf bis 2030 mit Engpässen zu rechnen.
Fehlende Fachkräfte in Ostwürttemberg: Die Engpässe im Detail – die Berufsfelder 
Berufsfelder
Prognose 2019
Prognose 2030
 
Beruflich qualifizierte Fachkräften mit technischer Ausrichtung
6.600
6.000
Pfeil leicht nach unten
Technische Forschungs-, Entwicklungs-, Konstruktions- und Produktionssteuerungsberufe
1.550
2.720
Pfeil nach oben
Maschinenbau und Betriebstechnik
1.170
1.070
Pfeil leicht nach oben
Beruflich Qualifizierte mit kaufmännischer Ausrichtung
2.800
12.200
Pfeil steil nach oben
Büro- und Sekretariatsberufe
1.430
1.890
Pfeil leicht nach oben
Medizinischen Gesundheitsberufe
1.000
1.850
Pfeil nach oben
Erziehung, soziale und hauswirtschaftliche Berufe, Theologie
510
2.290
Pfeil nach oben
Akademiker
1.120
1.240
Pfeil leicht nach oben
Die IHK Ostwürttemberg setzt sich daher weiter ein für die Stärkung der beruflichen Ausbildung und Weiterbildung, die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie noch stärker als bislang für eine gute Berufsorientierung an der Schnittstelle Schule – Beruf.